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Texte
Du bist willkommen mit allem was du hast mit deiner Freude, deinem Leid deinen Wünschen, deinen Befürchtungen deinem Licht und deinem Schatten du bist willkommen so wie du bist!
Günther
Der Weg der Liebe führt uns zurück tief in unser Herz in die Heimat unserer Seele unseres ungeteilten Seins. Günther
Unser spiritueller Weg Talk und Texte von Günther Vetter im Jahr 2 010
Wir alle besitzen ein unglaubliches Potenzial das Leben in all seinen verschiedenen Dimensionen zu erfahren. Üblicherweise nützen wir aber nur einen ganz kleinen Teil dieses Potenzials, sodass viele Fähigkeiten in uns ungenützt bleiben. Sie schlummern in uns und erzeugen Sehnsüchte. Und überall dort, wo diese Sehnsüchte und Phantasien in uns auftauchen, zeigen sie uns, dass wir in diesen Bereichen nicht wirklich leben, nicht unser gesamtes Potenzial für das Erleben des gegenwärtigen Augenblicks nützen.
Die gegenwärtige Realität so wahrzunehmen, wie sie ist, ist für mich das größte Mysterium dieser Welt. Sie zu leben, Augenblick für Augenblick, ohne Vorbehalte, ohne Interpretation und ohne Urteil, das ist Spiritualität. Auf der spirituellen Ebene ist die Zukunft bedeutungslos, der Zugang zum Wunder Leben erfolgt ausschließlich im Augenblick, - nur dort und sonst nirgends.
Alles, was in der gegenwärtigen Realität nicht leben kann, nicht Ausdruck finden, nicht ins Mysterium miteinbezogen werden kann, erzeugt Sehnsüchte, die vom eigentlichen, direkten Erleben ablenken. Und diese Sehnsüchte erzeugen wieder neue Sehnsüchte und so fort, bis vom eigentlichen Leben kaum etwas übrig bleibt. Auch alle großartigen Beschreibungen von spirituellen Besonderheiten sind Ablenkungen und führen weg vom tatsächlichem Erleben.
Wir sind gewohnt das Leben allein mit unseren Sinnen wahrzunehmen. Unsere körperlichen Sinne reichen aber nicht aus, um das Wunder Leben unmittelbar und direkt zu erfahren. Es stellt sich die Frage: Warum leben wir lieber in unseren Vorstellungen, Wünschen, Phantasien, Befürchtungen, Ideen und Konzepten? Die Antwort ist einfach: weil wir Angst haben. Und Angst haben wir deshalb, weil wir in unserer Vergangenheit tiefe Verletzungen erfahren haben, die uns den direkten Blick auf das Mysterium des Lebens verstellen, uns vom unmittelbaren Erleben trennen. Wir mussten eine Form finden, die uns ein Überleben mit diesen Verletzungen und Enttäuschungen ermöglicht hat. Diese Form war Ausgrenzung, Ablehnung, Verurteilung, Verdrängung und Kompensation.
Jener Weg, den ich mit euch zu gehen versuche, soll dir ermöglichen, dass dich das Leben auch dort wieder durchdringen kann, wo bisher Ausgrenzung und Ablehnung waren. Das ist auf dem Erkenntnisweg allein nicht möglich. Die alten Ängste wollen gefühlt, gespürt und erlebt werden, bevor sie Erlösung finden. Nur wenn ich fühle und mir bewusst werde, was ich fühle, kann ich jene Anteile, die mein Erleben - unbewusst steuern, erlösen. Die Erkenntnis entsteht aus dem Erleben einher und nicht umgekehrt. Wenn du über das Erkennen das Leben erfahren möchtest, folgst du einem Konzept. Und jedes Konzept ist nicht anderes als das Ergebnis deiner Vergangenheit.
Das Mysterium der Spiritualität ist grenzenlos. Möchte ich diese Grenzenlosigkeit erfahren, muss ich mich immer wieder mit meinen eigenen Grenzen konfrontieren. Muss ich mir immer wieder dessen bewusst werden, wo ich nicht weiter kann, wo ich stoppe, wo mein Erleben von der Realität des Hier-Seins in die Phantasie meiner Konzepte abgleitet. Das Einzige, was uns diesen Weg ermöglicht, ist die Liebe, nicht das Wissen. Nur die Liebe verleiht uns die Fähigkeit zur bedingungslosen Hingabe an uns selbst und anderen Menschen gegenüber. Nur die Liebe öffnet unser Herz soweit, dass wir vollständig eintauchen können ins Mysterium des Lebens. Nur dort, wo du offen bist, kann Liebe fließen. Und nur dort, wo die Liebe fließt, kannst du in Verbindung treten mit deinem Gegenüber, mit der Welt und mit der großen universellen Einheit. Nur so kannst du zu dem werden, der deinen Vorstellungen nicht mehr entspricht und damit zu dem, der über seine eigenen Grenzen hinaus gewachsen ist!
Überall dort, wo noch Grenzen vorhanden sind, weißt du, dass noch eine Entwicklung auf dich wartet. Überall dort, wo du Distanz hältst, wo du ablehnst, wegschaust und bewertest, bist du für die Liebe noch nicht offen. Diesen Bereichen solltest du liebevolle Aufmerksamkeit widmen, denn sie zeigen dir deine inneren Hindernisse. Alles was nicht fließt, gibt dir die Chance, zu wachsen, größer und weiter zu werden. Zunächst genügt es, wenn du dir den Widerstand, der dem Fließen entgegensteht, einfach anschaust, ohne ihn oder dich zu verurteilen. Das ist der Beginn. Nur von hier aus kann der erste Schritt gelingen. Dann versuche Schritt für Schritt zu erfahren, warum dein Widerstand genau so aussieht und nicht anders. Versuche die Wurzeln deines Widerstandes zu erkennen und zu akzeptieren. Sei dabei nicht zu streng mit dir! Das Wichtigste geschieht ohne dein Zutun. Die wichtigsten Schritte zur Erlösung geschehen ohne dass du es willst.
Je mehr Anteile Erlösung in dir finden, desto besser wirst du deine Neins verstehen und damit auch die Neins, die dir durch andere Menschen begegnen. Es sind Neins, die auch in dir gewesen sind. Es sind Widerstände gegen den Fluss des Lebens, die du selbst gut genug kennst und die auch dir zu schaffen gemacht haben. Dieses Verständnis wird dir das direkte, urteilsfreie Erleben der gegenwärtigen Realität unglaublich erleichtern.
Und mit jedem Schritt, den du auf diesem Weg machst, kommst du dem näher, lebst du das etwas mehr, nach dem du in deinem Innerstem wirklich Sehnsucht hast: das Mysterium deiner eigenen Unendlichkeit im Fluss der lebendigen Wirklichkeit!
„Um den Weg der Liebe gehen zu können, brauchen wir eine Grundorientierung. Die Basis dafür ist jenes unmittelbare, urteilsfreie Fühlen, das jeder Mensch bei der Geburt mit auf seinen Weg bekommt. Dieses Fühlen soll nun wieder ins Bewusstsein dringen, es soll wieder entdeckt, wieder belebt werden. In der spirituellen Selbstentwicklung ist die fühlende Wahrnehmung ein zentraler Aspekt und bedeutet zugleich bereit zu sein, das Leben so anzunehmen wie es ist, nicht wie du es dir vorstellst. Nur dann bist du bereit, auch das Unbegreifbare, das Unvorstellbare zu erleben.“
Danke Deiner Entwicklung, jeder Schritt bis hier war wichtig. Urteile nicht, denn alles Erlebte ist wichtig für die Entfaltung hin zu einem erwachsenen, freien, selbstbestimmten Menschen.
„Egal wie wir uns fühlen, welche Probleme, welche Schmerzen, welche Ängste wir haben – vergesst nicht, wir haben nur dieses eine Leben geschenkt bekommen. Augenblick für Augenblick, es ist das kostbarste Gut, das wir haben. Es liegt in unserer Hand, es mit all seinen Facetten anzunehmen oder es abzulehnen, zu verneinen. Doch nur wenn wir bereit sind es ganz anzunehmen, verwirklichen wir die göttliche Dimension dieser Welt.“
ÜBUNG: „Bringe deine Hände zur Herzmitte und beginne langsam in dorthin zu atmen und belebe dadurch all das, was dort in dir schlummert. Bleib offen für das, was entsteht, sei es Liebe oder Schmerz; sei es Trauer oder Freude. Lass alles kommen, so, wie sich entfalten möchte ohne deine gewohnten Vorstellungen darüber zu legen. Nun öffnen deine Hände langsam wieder und höre weiterhin auf dein Herz, was es dir verrät. Im Herzen zu sein, heißt mit dem zu sein, was dich bewegt, ohne diese Gefühle zu zensurieren. Vielleicht kannst du spüren, wie einfach es ist, mit dem zu sein, was gerade ist, ohne es verändern zu müssen. Höre auf die Stimme deines Herzen, sie ist immer da, so wie jetzt. Gib dir Zeit, das Erlebte nachschwingen zu lassen"
„Wenn du all deinen Gedanken und Gefühlen Platz in dir gibst, wenn alles, egal ob Verletzungen, Befürchtungen oder Erwartungen deine Akzeptanz und Aufmerksamkeit bekommt, wirst du nicht mehr länger der Sklave deiner Gedanken sein. Deine Gedanken werden Platz in etwas bekommen, das größer ist als du selbst. Nur wenn du kämpfst, bist du der Sklave. Wenn du aufgibst zu kämpfen, findest du Geborgenheit und Akzeptanz in dir selbst. Du wirst alles so sein lassen können, wie es gerade ist...."
„Die aus Prägungen entstanden Überzeugungen bestimmen
in hohem Grad unsere Persönlichkeit, unser Selbstbild und unser
Beziehungsverhalten. Wir können uns die Hintergründe bewusst machen, sie
akzeptieren und damit arbeiten. Jede Auslösersituation wird dadurch zu
einem Geschenk, das dich auf dem Weg der Erlösung deines
Schatten-Ich weiter bringt. Alltagssituationen sind wichtig, sind eine riesige Chance, jene Mechanismen zu entdecken, die uns oft unbewusst steuern. Gerade im Alltag laufen viele Programme unbemerkt ab.
„Hinter unseren Prägungen und Überzeugungen liegt die Grundangst. Sie steuert von dort aus unsere Handlungen und unser Fühlen. Sie ist jene Kraft, die unsere Persönlichkeit formt, jene Maske, die wir uns zugelegt haben, um vor uns und anderen zu bestehen.“
„Es ist wichtig den Transformationspunkt möglichst genau
zu kennen. Es ist jener Punkt, der von einer Auslösersituation getroffen wird, noch bevor wir in unser Reaktionsmuster gehen. Der Weg in Richtung Erlösung geht dahin, nicht mehr
länger zu vermeiden, an diesem Punkt getroffen zu werden. Öffne
dich, lass alles hinein, lass dich voll treffen, lass dich tief
erschüttern und du wirst sehen, mit jedem Mal, da du dies zulässt,
werden die damit verbundenen Prozesse schneller und schwächer
ablaufen.“
„Der Transformationspunkt während des Prozesses durchs
Schatten-Ich hindurch ist auch jener Punkt, an dem die innere
Befindlichkeit plötzlich umschlägt, eine andere Richtung nimmt. Nur
über diesen ‚tiefsten’ Punkt führt der Weg hinaus in die
Freiheit jenseits von Prägungen und Überzeugungen. Es ist der
direkteste Weg zur seelischen Selbstheilung.“
„Der Weg in die Tiefe, soll es dir möglich machen, dich künftig nicht mehr zu wehren, nicht mehr zu kompensieren. Sei bereit, dich den verdrängten Gefühlen auszusetzen. Lass dich treffen, lass dich erschüttern. Und schau, wohin dich deine Getroffenheit, deine Erschütterung führt. Das Getroffen Werden ist der Ausgangspunkt jener Spur, die durch dich
hindurch hinausführt in die innere Freiheit. Dort, wo es am
schlimmsten ist, dort, wo die größte Angst sitzt, dort ist die Tür
hinaus in Richtung Erlösung der tiefsten Schatten. Die
Wegweiser dorthin sind mit jeder Auslösesituation augenblicklich aufgestellt.
Es ist eine große Hilfe, die äußeren Ereignisse als Chancen zu erkennen, die inneren Schatten zu erlösen.“
Unsere Gegenwart so, wie sie ist einfach leben
offen und frei für das was kommt eine Weile bleibt und wieder geht
Günther
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