Texte

 
Du bist willkommen
mit allem was du hast
mit deiner Freude, deinem Leid
deinen Wünschen, deiner Angst
deinem Licht und deinem Schatten
du bist willkommen
so wie du bist!
 


Unser spiritueller Weg, ein Weg der Liebe
Wir alle besitzen ein unglaubliches Potenzial das Leben in all seinen verschiedenen Dimensionen zu erfahren. Üblicherweise nützen wir aber nur einen ganz kleinen Teil dieses Potenzials, sodass viele Fähigkeiten in uns ungenützt bleiben. Sie schlummern in uns und erzeugen Sehnsüchte. Und überall dort, wo diese Sehnsüchte und Phantasien in uns auftauchen, zeigen sie uns, dass wir in diesen Bereichen nicht wirklich leben, nicht unser gesamtes Potenzial für das Erleben des gegenwärtigen Augenblicks nützen.

Die gegenwärtige Realität so wahrzunehmen, wie sie ist, ist für mich das größte Mysterium dieser Welt. Sie zu leben, Augenblick für Augenblick, ohne Vorbehalte, ohne Interpretation und ohne Urteil, das ist Spiritualität. Auf der spirituellen Ebene ist die Zukunft bedeutungslos, der Zugang zum Wunder Leben erfolgt ausschließlich im Augenblick, - nur dort und sonst nirgends.

Alles, was in der gegenwärtigen Realität nicht leben kann, nicht Ausdruck finden, nicht ins Mysterium miteinbezogen werden kann, erzeugt Sehnsüchte, die vom eigentlichen, direkten Erleben ablenken. Und diese Sehnsüchte erzeugen wieder neue Sehnsüchte und so fort, bis vom eigentlichen Leben kaum etwas übrig bleibt. Auch alle großartigen Beschreibungen von spirituellen Besonderheiten sind Ablenkungen und führen weg vom tatsächlichem Erleben.

Wir sind gewohnt das Leben allein mit unseren Sinnen wahrzunehmen. Unsere körperlichen Sinne reichen aber nicht aus, um das Wunder Leben unmittelbar und direkt zu erfahren. Es stellt sich die Frage: Warum leben wir lieber in unseren Vorstellungen, Wünschen, Phantasien, Befürchtungen, Ideen und Konzepten? Die Antwort ist einfach: weil wir Angst haben. Und Angst haben wir deshalb, weil wir in unserer Vergangenheit tiefe Verletzungen erfahren haben, die uns den direkten Blick auf das Mysterium des Lebens verstellen, uns vom unmittelbaren Erleben trennen. Wir mussten eine Form finden, die uns ein Überleben mit diesen Verletzungen und Enttäuschungen ermöglicht hat. Diese Form war Ausgrenzung, Ablehnung, Verurteilung, Verdrängung und Kompensation.

Das Mysterium der Spiritualität ist grenzenlos. Möchten wir diese Grenzenlosigkeit erfahren, müssen wir uns immer wieder mit unseren eigenen Grenzen konfrontieren. Dort wo unser unmittelbares Erleben, unser  Hier-Sein in die Vorstellungen und Konzepte unseres Denkens abgleitet. Das Einzige, was uns auf unsere Gegenwärtigkeit zurück bringt, ist unsere Liebe, nicht unser Wissen. Nur die Liebe verleiht uns die Fähigkeit zur bedingungslosen Hingabe an uns selbst und an unsere Mitmenschen. Nur die Liebe öffnet unser Herz soweit, dass wir vollständig eintauchen können ins Mysterium des Lebens. Nur dort, wo wir offen sind, kann Liebe fließen. Und nur dort, wo die Liebe fließt, können wir in Verbindung treten mit unseren Gegenüber, mit der Welt und mit der großen universellen Einheit. Nur so könen wir zu jemandem werden, der unseren Vorstellungen nicht mehr entspricht und damit zu dem, der über seine eigenen Grenzen hinaus gewachsen ist!

Um den Weg der Liebe gehen zu können, brauchen wir eine Grundorientierung. Die Basis dafür ist jenes unmittelbare, urteilsfreie Fühlen, das jeder Mensch bei der Geburt mit auf seinen Weg bekommt. Dieses Fühlen soll nun wieder ins Bewusstsein dringen, es soll wieder entdeckt, wieder belebt werden. In der spirituellen Selbstentwicklung ist die fühlende Wahrnehmung ein zentraler Aspekt und bedeutet zugleich bereit zu sein, das Leben so anzunehmen wie es ist, nicht wie du es dir vorstellst. Nur dann bist du bereit, auch das Unbegreifbare, das Unvorstellbare zu erleben.

 ÜBUNG:
Bringe deine Hände zur Herzmitte und beginne langsam in dorthin zu atmen und belebe dadurch all das, was dort in dir schlummert. Bleib offen für das, was entsteht, sei es Liebe oder Schmerz; sei es Trauer oder Freude. Lass alles kommen, so, wie sich entfalten möchte ohne deine gewohnten Vorstellungen darüber zu legen. Nun öffnen deine Hände langsam wieder und höre weiterhin auf dein Herz, was es dir verrät. Im Herzen zu sein, heißt mit dem zu sein, was dich bewegt, ohne diese Gefühle zu zensurieren. Vielleicht kannst du spüren, wie einfach es ist, mit dem zu sein, was gerade ist, ohne es verändern zu müssen. Höre auf die Stimme deines Herzen, sie ist immer da, so wie jetzt. Gib dir Zeit, das Erlebte nachschwingen zu lassen.

Wenn du all deinen Gedanken und Gefühlen Platz in dir gibst, wenn alles, egal ob Verletzungen, Befürchtungen oder Erwartungen deine Akzeptanz und Aufmerksamkeit bekommt, wirst du nicht mehr länger der Sklave deiner Gedanken sein. Deine Gedanken werden Platz in etwas bekommen, das größer ist als du selbst. Nur wenn du kämpfst, bist du der Sklave. Wenn du aufgibst zu kämpfen, findest du Geborgenheit und Akzeptanz in dir selbst. Du wirst alles so sein lassen können, wie es gerade ist....
   
Es ist eine große Hilfe, die äußeren Ereignisse als Chancen zur eigenen spirituellen Selbstentwicklung zu erkennen!
 
 
Vertraue deinem Herzen
und tanze den Tanz deines Lebens
höre auf deine eigene Melodie, die dich führt
spüre deinen eigenen Boden, der dich trägt
denn es ist dein Leben, das du lebst
niemand wird es für dich leben
denn es ist dein Tanz, den du tanzt
niemand wird ihn für dich tanzen
 




Selly, die virtuelle Assistentin